Prozessbeschreibung: Sicherheitsvorfälle

ISMS-Konzept
TitelSicherheitsvorfälle
Autor:inStefan Voigt
Versionsnummer0.1
Überarbeitungszeitpunkt2026/05/01
Freigegeben am2026/02/04
Vertraulichkeitintern
ArtProzess
ZielgruppeAlle

Hintergrundinformationen

Ziel und Zweck:

  • Diese Prozessbeschreibung regelt die Meldung von Sicherheitsvorfällen und die entsprechende Reaktion im Unternehmen

2. Geltungsbereich

  • Der Prozess gilt für alle Mitarbeitenden des Unternehmens

3. Rollen und Verantwortlichkeiten

  • Mitarbeitende: Erste Melder – verantwortlich für schnelle, vollständige Meldung.
  • IT: Erste Reaktion, technische Eindämmung, Weiterleitung an ISB.
  • ISB: Risikobewertung, Eskalation, Dokumentation, Lessons Learned.
  • GF: Entscheidungsträger bei kritischen Vorfällen, Genehmigung von Ressourcen und Kommunikation.

4. Mitgeltende Regelungen

5. Inkrafttreten und Überprüfung

  • Diese Prozessbeschreibung tritt mit Veröffentlichung in Kraft und wird mindestens einmal jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Prozessablauf

  • Meldung durch Mitarbeiter
    • Jeder Mitarbeiter meldet Verdachtsfälle (z. B. Phishing, Malware, Datenverlust, unautorisierte Zugriffe) unverzüglich an die IT oder direkt an das ISB.
    • Meldung erfolgt über definierten Kanal (z. B. E-Mail an security@unternehmen.de, Ticket-System, Notfalltelefon).
    • Enthält: Beschreibung des Vorfalls, Zeitpunkt, betroffene Systeme/Nutzer, ggf. Screenshots oder Log-Auszüge.
  • Erste Bewertung & Eskalation (IT)
    • IT nimmt Meldung entgegen und prüft:
      • Dringlichkeit (z. B. aktive Bedrohung, Datenleck)
      • Betroffene Systeme und Nutzer
      • Erste Maßnahmen (z. B. Isolierung, Zugriffssperre)
    • Bei sicherheitsrelevantem Vorfall: Meldung an ISB innerhalb von 30 Minuten.
  • Sicherheitsbewertung & Eskalation (ISB)
    • ISB bewertet Risiko (gemäß ISO 27001 oder internem Risikomatrix):
      • Schweregrad (gering, mittel, hoch, kritisch)
      • Auswirkung auf Geschäft, Daten, Reputation
    • Bei mittlerem bis hohem Risiko: Eskalation an Geschäftsführung (GF) innerhalb von 1 Stunde.
    • Leitet ggf. Notfallmaßnahmen ein (z. B. Systemstilllegung, externe Experten, Behördenkontakt).
  • Entscheidung & Maßnahmen (GF)
    • GF entscheidet über:
      • Weitere Ressourcen (z. B. externe Forensik, PR-Team)
      • Öffentlichkeitskommunikation (falls erforderlich)
      • Genehmigung von Kosten oder Ausfallzeiten
    • GF bestätigt Maßnahmen schriftlich (E-Mail oder Dokument) und delegiert ggf. Verantwortlichkeiten.
  • Maßnahmenumsetzung & Dokumentation (IT & ISB)
    • IT führt technische Maßnahmen aus (z. B. Systemwiederherstellung, Patching, Zugriffskontrolle).
    • ISB dokumentiert:
      • Zeitpunkt der Meldung, Bewertung, Entscheidung
      • Durchgeführte Maßnahmen
      • Beteiligte Personen und Rollen
    • IT und ISB halten den meldenden Mitarbeiter über Status auf dem Laufenden (sofern sinnvoll und sicher).
  • Abschluss & Lessons Learned (ISB)
    • ISB erstellt Abschlussbericht mit:
      • Ursachenanalyse
      • Wirksamkeit der Maßnahmen
      • Empfehlungen zur Vermeidung (z. B. Schulung, Policy-Anpassung)
    • Bericht wird an GF und IT weitergeleitet.
    • GF genehmigt ggf. Umsetzung der Empfehlungen.

Prozess abgeschlossen mit Dokumentation, Lessons Learned und ggf. Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen.

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